Alle Touren des SAC Oberaargau
Sektionsmitglieder melden sich online zur einer Tour an. Klick auf entsprechende Tour - "Anmelden" - Mitgliedernummer eingeben
Mit der Anmeldung, stimmt der/die Anmeldende der Datenschutzerklärung zu.
Bitte überprüfe vor der Anmeldung, ob du den Anforderungen an die Tour in physischer und psychischer Hinsicht (Schwierigkeit und Ausdauer) gewachsen bist. Bei Unsicherheiten kannst du dich beim jeweiligen Tourenleiter melden.
Sonnenscheinskitouren
An schönen Wintertagen bei guten Verhältnissen finden die organisierten Sonnenscheinskitouren statt.
Tourenberichte mit Fotos und Videos
Texte und Bilder können alle Teilnehmer der Tour selbst hinzufügen. Hier geht es zur Anleitung...
Unsere Tourenberichte findet ihr mit Klick auf das Iconoder unter Bilder und Berichte.

Daniel Freudiger, Jugendchef
daniel.freudiger@bluewin.ch
032 633 01 69
Marco Nauer, Kursleiter J+S
nauer1981@gmail.com
Sa 22. Aug. 2026
Jura-Bike (Basel-Nyon) - 4. Teil Ste-Croix - Nyon
4. und letzter Teil der Jura-Bike-Route von Ste-Croix nach Nyon
Bei der Abfahrt mit dem Zug in Richtung Waadtländer Jura lag am Jurasüdfuss schon etwas Nebel. Die angekündigten Temperaturen und das Wetter versprachen jedoch bestes Bike Wetter.
Die Umsteigezeit in Yverdon haben wir bis zur letzten Minute (Sekunde) ausgenutzt, um uns noch mit Kaffee und Croissant zu stärken.
In Ste-Croix angekommen, stiegen wir auf die Bikes um. Hier ging die Jura-Bike Route weiter, wo wir sie im letzten Jahr beendet haben. Es ging stetig leicht bergauf, wir umrundeten die Aiguilles de Baulmes und Le Suchet. Die Zeit verging wie im Flug, während wir die Juraweiden und das stetige Auf und Ab genossen. Schon nach zwei Stunden erreichten wir den höchsten Punkt unserer heutigen Etappe. Bevor wir es auf der Abfahrt nach Vallorbe richtig rollen lassen konnten, mussten wir noch sicherstellen, dass wir in der Schweiz blieben und nicht nach Frankreich abbogen.
In Vallorbe füllten wir die Bidons wieder auf und Dänu zeigte uns, was man in der Stadt alles anschauen könnte, wenn man etwas mehr Zeit hätte.
Nach den letzten 400 Höhenmeter bis nach Le Pont wurden wir mit der wunderbaren Stimmung am Lac de Joux begrüsst. Wir wunderten uns, weshalb praktisch niemand am Strand und im Wasser war. Denn wir hatten neben der Regenjacke, welche wir die beiden Tage nicht benötigt haben, auch noch die Badehosen eingepackt. Damit wir diese nicht vergebens mitführten, bezogen wir unsere Zimmer im Restaurant du Lac und gingen eine Runde schwimmen. Das Wasser war wesentlich wärmer als die Luft. Das erklärte, weshalb nicht viele den Sprung ins Wasser wagten.
Auf Empfehlung der Hotelière nutzten wir die Gästekarte für die rund einstündige Fahrt auf der Caprice II. Das 77jährige Kursschiff war bis auf den letzten Platz belegt. Während der Fahrt erklärte der Kapitän viel Wissenswertes über den See und die Region. Diese Bootstour kann ich allen wärmstens empfehlen.
Das Nachtessen – 12 Gault Millau Punkte – war excellent!! Auch das sind Qualitäten die ein Tourenleiter des SAC Oberaargau auszeichnen, indem er die richtige Unterkunft auswählt.
Gut ausgeruht ging es nach dem Frühstück wieder in den Sattel. Nach den gestrigen 35 km und 1200 Hm stand heute die Königsetappe mit 57km und 880 Hm an. Das war der Plan, am Schluss wurden es etwas mehr. Doch dazu später mehr.
Schon kurz nach dem Dorfausgang in Le Pont mussten wir auf der ersten Steigung drei Gämsen den Vortritt lassen. Dies zeigten keine Scheu und wir liessen sie weiter ungestört grasen. Kaum einen Kilometer weiter trottete wieder eine Herde Gämsen aus den Gärten gemütlich in Richtung Wald und Felsen. Ich glaube die Gämsen hier haben das savoir-vivre der Romands übernommen.
Weiter ging es vorbei an bekannten Uhrenmanufakturen wie Blancpain, Breguet, Audemars Piguet und weiteren Firmen, die mir bisher nicht bekannt waren.
Ab Le Brassus war es mit dem sonntäglichen Einrollen vorbei und die ersten 400 Höhenmeter auf den Col du Marchairuz wollten bezwungen werden. Die Motivation oder vielleicht war es das Croissant supplément vom Frühstück sorgten dafür, dass der ehemalige Radquerfahrer in unserer Gruppe auch bei Steigungen im Sattel blieb, welche die beiden anderen nur mit schieben bewältigen konnten.
Auf dem Col angekommen stärkten wir uns im Restaurant, um für die restliche Strecke gewappnet zu sein. Weiter ging es in einem ständigen Auf und Ab. Die ersten zusätzlichen Kilometer und Höhenmeter absolvierten wir, als wir die Glacière de St-George (Eishöhle) erkunden wollten. Doch der Eingang war abgesperrt und wir konnten nicht erfahren, wie es diesem Gletscher im Untergrund noch geht.
Weil die offizielle Bikeroute hier sehr viel über asphaltierte Strassen führte, bauten wir nach der Glacière einen kleinen Umweg ein, so dass es dann bis ins Ziel in Nyon dann 64 km und 1260 Hm wurden.
Die Fahrt bis nach Nyon, entlang von Rebbergen, diversen Châteaux und stattlichen Bauernhöfen liessen auch die letzten Kilometer des vierten und letzten Teils der Jura-Bike Route wie im Fluge vergehen.
In Nyon angekommen, stiessen wir im Bike-Bistro mit dem passenden Namen «Tête de la Course» auf die absolvierten 9 Etappen der Jura-Bike Route an. Nach der Durchquerung des Juras mit den Tourenskis, jetzt mit den Bikes müssen nur noch die Wanderer ihre Etappen absolvieren und dann ist der etwas andere Triathlon, welcher Dänu für uns organisiert, absolviert.
André
Teilnehmer: Daniel Freudiger (TL), Philippe Rigazzi, André Berger
Fr 10. Juli 2026
Grialetsch Hütte - Flüela Schwarzhorn 3146 m
Am späteren Freitagnachmittag erreichen wir die Grialetsch Hütte vom Dischmatal her. Das Dischmatal war früher bei Säumern als Zugang zum Scalettapass auf dem Weg ins Engadin sehr beliebt. In der 2021 neu renovierten Hütte werden wir vom Hüttenwart Ehepaar Tanja und Werner Schweizer herzlich begrüsst und bestens bewirtet.
Kurz vor acht Uhr ist die Gruppe am Samstagmorgen bereit für den Aufstieg auf das Flüela Schwarzhorn. Bis zur Fuorcla Radönt, dem Übergang ins Val Susasca, sind einige längere Blockfelder zu durchqueren. Hier wird auch erstmals unser heutiges Ziel, das Flüela Schwarzhorn (3147 m), sichtbar. Anschliessend führt der Weg sanft hinab über eine Ebene, bevor wir erneut ansteigen und die Schwarzhornfurgga erreichen. Die Rucksäcke lassen wir hier zurück und steigen mit angenehm leichtem Gepäck die letzten knapp 300 Höhenmeter hoch und werden mit einer grandiosen Rundumsicht auf die umliegenden Gipfel belohnt.
Nach dem Mittagessen auf der Schwarzhornfurgga steigt die gut gelaunte Gruppe zum Flüelapass ab für die Rückfahrt ins Mittelland.
Mitgewandert sind: Barbara, Elisabeth, Hedi, Margit G., Margrit M., Sibylle, Ursula und Alfred. Urs/TL
So 5. Juli 2026
Charles Kuonen Brücke (Europabrücke)
Der Europaweg ist eine bekannte Tour von Grächen nach Zermatt in zwei Etappen. Dieser Weg hat aber mit vielen Herausforderungen zu kämpfen und wird immer wieder durch Steinschlag und Wasser beschädigt. An einer Stelle wurde im Jahr 2010 eine Hängebrücke erstellt: Die Europabrücke. Diese sollte einen sicheren Übergang durch ein Steinschlaggebiet (Grabengufer) zulassen. Doch leider waren die Steinschläge deutlich stärker als erwartet. Nach nur zwei Monaten wurden die Brücke von einem weiteren Steinschlag so beschädigt, dass sie unbegehbar wurde. Wanderer auf dem Europaweg mussten nun 500m absteigen und auf der anderen Seite wieder 500m aufsteigen.
Sieben Jahre später, am 29. Juli 2017 wurde die neue Hängebrücke in Betrieb geonmmen. Eine Gruppe um Jörg Leher, den ehemaligen Gemeindepräsident von Randa, hat das Projekt auf die Beine gestellt. Die Brücke ist 494 Meter lang und 85m über dem Boden. Sie wiegt 58 Tonnen . Die Tragseile mit 53 Millimetern Durchmesser und einer Seilspannung von 440 kN sind aus Stahl und wiegen zusammen acht Tonnen. Sie wurde in zehn Wochen etwa 200 Höhenmeter unter der alten Brücke gebaut. Die Kosten beliefgen sich auf 720’000 Franken. Ein wesentlicher Teil davon (100’000 Franken) wurde von Charles Kuonen gespendet, dessen Name die Brücke heute trägt. Charles Kuonen war ein Winzer aus Salgesch und Mitbeseitzer der Gregor Kuonen Caveau de Salquenen.
Dieses eindrückliche Bauwerk war Ziel unserer Tour. Zusammen mit der Tourenleiterin Heidi haben acht Mitglieder den schönen und abwechslunsreichen Weg unter die Füsse genommen. Bei herrlichem Wetter (warm aber nicht zu heiss) sind wir von Herbriggen hochgestiegen und nach rund vier Stunden Fussmarsch, mehrere kleine Trink- und Esspausen und einem Rast in der Europahütte haben wird die imposante Brücke überquert. Von da ging es steil durch den schönen Lerchenwald runter nach Randa.
Eine Abwechslungsreiche und spannende Wanderung – herzlichen Dank unserer Leitung Heidi für die Organisation und gute Führung.
Alfred, Erich, Erika, Fred, Hans-Peter, Hedi, Peter, Ursula
Fr 3. Juli 2026
Bunderchrinde
Zu fünft – vier aus dem SAC Oberaargau und eine Teilnehmerin des SAC Weissenstein – genossen wir eine fordernde und längere Etappe der Via Alpina.
Mitgewandert sind Rosmarie, Nadja, Elisabeth und Viktor.
Urs /TL
Do 25. Jun. 2026
Bergwanderung Zermatt-Rothornhütte-Schönbielhütte-Zermatt
Im Schatten des Riesen: Vier Tage unvergessliche Erfahrungen rund ums Matterhorn
Hinter uns liegen vier Tage, die sich tief in unsere Erinnerung eingebrannt haben. Drei Tage pures Wandern, 20 Stunden in den Bergen – davon 16 Stunden unerbittliche, reine Gehzeit. Es war kein Spaziergang. Es war ein Abenteuer, das uns alles abverlangte und uns reich beschenkte.
Als ich als junger Gast – und Sohn von Toni Schmid – am Bahnhof Olten auf diese Truppe aus erfahrenen Wanderprofis traf, schluckte ich insgeheim. Wusste ich, worauf ich mich da eingelassen hatte? Absolut nicht. Aber das Herzklopfen vor Vorfreude war lauter als jeder Zweifel.
Tag 1 – Die Ruhe vor dem Aufstieg
Unsere Reise begann im geschäftigen Treiben des Bahnhofs Olten, führte uns tiefer in die Walliser Bergwelt und endete für den ersten Abend im Hotel Bergfreund in Herbriggen. Beim gemeinsamen Nachtessen spürte man sie bereits: diese ganz besondere Mischung aus Vorfreude, Respekt vor dem Berg und der stillen Entschlossenheit, die uns zusammenschweisste. Die Energiespeicher wurden gefüllt, die Routen im Kopf noch einmal durchgegangen. Morgen würde es ernst werden.
Tag 2 – Dem Himmel so nah: Zur Rothornhütte
Der erste Wandertag war eine Feuertaufe. Die nackten Zahlen klingen schon fast schmerzhaft: sechs Stunden ununterbrochene Gehzeit, gezeichnet von 1’620 erbarmungslosen Höhenmetern. Nach einem rettenden Zwischenstopp bei Hugo im legendären Hotel du Trift frass sich der Weg über steile, geröllschwere Moränen immer weiter nach oben. Die Waden brannten, der Atem ging schwer.
Und dann, mitten in der Schinderei, dieser eine, magische Moment: Zwei majestätische Adler schossen über uns hinweg und kreisten direkt über unseren Köpfen. In der plötzlichen Stille hielten wir alle den Atem an. Pure Demut.
Als wir endlich die hochmoderne, neue Rothornhütte nach 7 Std. erreichten, wich die Erschöpfung purem Staunen. Danielas herzliche Gastfreundschaft und ein Panorama, das man nicht beschreiben, sondern nur fühlen kann, liessen jeden vergossenen Tropfen Schweiss sofort vergessen.
Tag 3 – Gewittergrollen und der König der Berge
Die Nacht war kurz, die Beine noch schwer, aber die Motivation riesig. Die nächste Etappe forderte uns erneut: Zuerst der steile Abstieg zurück zu Hugo – wo uns sein legendärer Apfelkuchen die nötige Energie zurückgab –, nur um direkt im Anschluss den nächsten Gegenaufstieg in Angriff zu nehmen. In den Bergen gilt eben das unerbittliche Gesetz: Was du hinuntersteigst, musst du dir wieder erkämpfen, 1‘330 m Abstieg und 850 m Aufstieg.
Doch was uns dann erwartete, war schlichtweg atemberaubend. Plötzlich stand es da: das Matterhorn. So nah, so mächtig, als könnte man die rauen Felswände mit den Händen berühren. Als wir am Abend nach 8 ½ Std. die Schönbielhütte erreichten, inszenierte die Natur ein Schauspiel der Extraklasse. Ein Gewitter zog auf. Das dumpfe, mächtige Grollen des Donners brach sich in dem riesigen Felskessel rund um die Hütte und hallte in der Ferne wider. Eine Atmosphäre von wilder, rauer Schönheit.
Und ja – während man die wilde Natur begeisternd aufsog, wurde wohl jedem von uns klar: Die laufende Modernisierung der Schönbiehlhütte und des stillen Örtchens (Stichwort: Plumpsklo) werden die Hütte definitiv in eine glorreiche Zukunft führen. Die Hüttenwartin Jolanda freut sich riesig.
Tag 4 – Wenn der Berg den Weg versperrt
Der Abstieg zurück nach Zermatt via Zmutt (1‘250 m Abstieg und 170 m Aufstieg) war ein Abschied auf Raten. Wir wanderten vorbei an ewigen Moränen, dem schimmernden Gletschereis und immer im Blick des dominanten Matterhorns. Unvergesslich bleibt die Gratwanderung auf der messerscharfen Moränenkante, gefolgt vom plötzlichen Wechsel in kühle Fichtenwälder, in denen das Rauschen des Wildwassers unsere Schritte begleitete.Schon fast zu kitschig präsentierte sich ein Bilderbuch-Wasserfall, umrandet vom majestätischen Matterhorn. Zermatt erreichten wir nach 4 ½ Std.
Doch die Alpen entliessen uns nicht ohne ein letztes Drama. Am Bahnhof angekommen die Hiobsbotschaft: Erdrutsch bei St. Niklaus! Die Gleise gesperrt, das Tal abgeschnitten. Hunderte gestrandete Reisende drängten sich um die wenigen Ersatzbusse.In diesem Moment bewies Toni Schmid die Ruhe eines echten Alpinisten. Ein strategischer Anruf beim Hotel Bergfreund in Herbriggen änderte alles. Denn wahre Freunde halten in der Not zusammen: Das Hotelteam zögerte keine Sekunde, setzte sich in ihren hauseigenen Bus und evakuierte uns direkt nach Visp. Während andere noch im Chaos ausharrten, sassen wir mit gerade einmal einer Stunde Verspätung glücklich im Zug nach Hause.
Mein Fazit
Was bleibt, ist eine tiefe, ehrfurchtsvolle Dankbarkeit. Dankbarkeit für eine Tour, die uns physisch gefordert, aber mental unendlich bereichert hat.Ein ganz besonderer Dank gilt meinem Vater, Toni Schmid, für die absolut meisterhafte Organisation dieser logistischen Herausforderung. Und natürlich seinem Compagnon, Thomas Brunner, der als Fels in der Brandung im Hintergrund die Fäden zog, die Truppe zusammenhielt und dafür sorgte, dass diese Tour wie ein Schweizer Uhrwerk funktionierte.
Ihr habt das grossartig gemacht. Und ich? Wenn die Profis rufen und ich wieder mitdarf – ich würde sofort wieder meine Wanderschuhe schnüren und mich ins nächste Abenteuer mit der «alten» Wanderprofis stürzen.
Michi
Teilnehmer: Alfred Ammann, Barbara Aeschbacher, Sonja Berger Schmid, Thomas Brunner (TL-Stv.), Fred Hedinger, Sibylle Lanz, Margrit Meier, Michael Schmid, Hedi Vonarburg und Toni Schmid (TL).
Fr 12. Jun. 2026
Bergwanderung Entlebuch - Blaue Tosse
Blaue Tosse, aber kein blauer Himmel über uns
Das Abenteuer beginnt in Entlebuch. Wir besteigen das Postauto nach Gfellen, aber eine Person fehlt, zumindest weiss dies der Post-Chauffeur, welcher vom anderen Post-Chauffeur weiss, dass dieser eine Person befördert, welche zu uns gehört. Er schlägt vor, mit der Abfahrt 10 Minuten zuzuwarten, bis das andere Postauto kommt und wir dann gemeinsam starten können. Die restlichen Passagiere akzeptieren dies ohne Weiteres, schliesslich könnte ja auch eine Herde Kühe die Strasse blockieren, dann würde es auch so lange dauern, meint der Post-Chauffeur – ÖV mit Vernunft, Augenmass, Pragmatismus und Grosszügigkeit – vielen Dank allen Beteiligten!
Dass der Chauffeur dann für die Fahrt nach Gfellen den Einsatz der Scheibenwischer benötigt, damit haben wir nicht gerechnet. Bei einer Tasse Kaffee im Bergrestaurant Gfellen lassen wir den kurzen Schauer vorüberziehen und starten dann unsere Wanderung. Wir durchqueren ein, zwei Kuhweiden, ohne einen Meter Zickzack zu verschenken, geradewegs hoch und gewinnen so rasch an Höhe … und an Wärme. Nach moderatem Wanderweg durch Gfellenschilt und Risete starten wir den Aufstieg zur Stäfeliflue, zuerst in gleichmässigen Kehren durch den Wald, am Schluss durch Fels, die schwierigeren Passagen mit Ketten gesichert. Der Umstand, dass der Wind ziemlich heftig wird und zwischendurch Regen einsetzt, macht den Aufstieg anspruchsvoll und etwas rutschig. Also weiter bis zu einer hilben, mit Büschen geschützten Stelle für eine kurze Mittagsrast. Weiter geht’s auf diesem Höhenzug bis zum heutigen Tagesgipfel «Blaue Tosse». Der Wind ist heftig, die Temperatur ist kühl, die Aussicht und Weitsicht sind trotz Wolken aber gar nicht so schlecht. Auf ein längeres Verweilen beim Gipfel wird trotzdem verzichtet. Der Abstieg über Älpeli und Mitlisthütte in weichem und nassem Hochmoor braucht dank dem intensiven Wurzelwerk viel Aufmerksamkeit und rutschig ist es natürlich auch. Bei einem Feierabendbier im Bergrestaurant Gfellen beenden wir die Tour (den Boden des Restaurants müssen wir nach unserem Besuch mit verschmutzten Schuhen zum Glück nicht selber reinigen) und freuen uns auf die Rückfahrt mit dem Postauto nach Entlebuch.
Es wanderten mit: Urs, Elisabeth, Hedwig, Alfred, Sibylle, Barbara, Ursula, Margrith, Sonja, Toni, Martin, Thomas (TL)
Mi 27. Mai 2026
Rund um La Brévine
Unsere Tour beginnt in La Chaux de Fonds. Wir verlassen die pulsierende Stadt und schon bald pedalen wir in absoluter Stille über den Rücken Le Communal und via Sommartel zu einem idyllischen Seelein oberhalb der Combe Pouette. Gestärkt folgt eine rauschende Abfahrt ins Val La Brévine. Daunengilet ist hier nicht nötig, denn heute ist es 67°C wärmer als im Januar 1987! Vorbei am Lac Tailleres geht es durch typische Juraweiden an die franz. Grenze nach Les Petits-Cernets. Über eine steile, ruppige Waldstrasse erreichen wir via Les Bayards St-Sulpice. Ein Abstecher zur Quelle der L`Areuse ist ein Muss, bevor wir nach gut 6 Stunden zufrieden Fleurier erreichen.
Schade, dass Peter und Fred nicht dabei waren.
Tn: Brigitte, Viktor (Bericht)
So 26. Apr. 2026
Apéro Hällchöpfli
Apéro Hällchöpfli und Essen in der Buechmatt
Die Seniorenkommission lädt traditionsgemäss zum Frühjahrsbeginn zum traditionellen Apéro auf dem Hällchöpfli und dem anschliessenden Mittagessen in der Buechmatt ein. Bei bestem Wetter nahmen 24 Kameradinnen und Kameraden des SAC Oberaargau teil. Das von der Seniorenkommission gespendete Apéro auf dem Hällchöpfli mundete sehr, wie auch das liebevoll zubereitete und feine Mittagessen durch die Crew von Margrit Gasser mit Fritz und Silvia Bernhard. Mit vielen angeregten Gesprächen (...weisch no...) endete dieser traditionelle Anlass im friedlichen und kameradschaftlichen Einklang. Besten Dank an alle Helfer.
Toni
Do 23. Apr. 2026
Senioren-Frühlingswanderung
Senioren- Frühlingswanderung, 23. April 2026
Nachdem auch die Letzten gemerkt haben, dass es in Biberist zwei Bahnhöfe gibt, starteten wir neun Senioren frohgelaunt am Bahnhof Biberist Ost (BLS-Strecke Solothurn - Burgdorf) zu unserer diesjährigen Senioren- Frühlingswanderung; und das bei strahlendem Wetter und angenehmer Temperatur. Das Thema: «Der hochwassergeschützten und revitalisierten Emme entlang von Biberist nach Gerlafingen». Die Emme kann bei Starkniederschlägen im Emmental plötzlich enorm anschwellen. Um die stark besiedelten und industriealisierten Gebiete von Gerlafingen Biberist, Derendingen, Luterbach und Zuchwil bis zur Einmündung in die Aare selbst bei einem Jahrhundert-Hochwasser zu schützen, wurden gemeinsam vom Bund, dem Kanton Solothurn und den fünf Einwohnergemeinden dieses Hochwasser-Schutzprojekt in den Jahren 2010 bis 2020 realisiert. Gleichzeitig wurden ökologische Belange berücksichtigt wie z.B. die Entfernung einer durch Fische nicht überwindbaren Schwelle, verbunden mit Anpassungen im Flussbett. Von Biberist wanderten wir auf dem linken Emmeufer auf dem neuen Hochwasserdamm entlang aufwärts. Das breite Flussbett mit seinen abwechslungsreichen Kiesbänken, der blühenden Natur, gegenüber dem grünsten Stahlwerk Europas, bot viel Sehenswertes. Über die Bogenbrücke erreichten wir das rechte Ufer der Emme. In einer Zusatzschleife gelangten wir in den Schachen, wo wir die gegenüberliegenden Felsen des Altisbergs sahen. Entlang des oberen Emmekanals, welcher seit über 100 Jahren zur Stromerzeugung genutzt wird, gelangten wir an den idyllischen Gerlafinger Änteweiher mit seinen schilfbewachsenen Ufern. Vorbei am Stahlwerk, welches aus Schweizer Schrott emissionsfrei (der Stahl wird vollständig durch Strom geschmolzen) die Hälfte des schweizerischen Bedarfs an Baustahl erzeugt. Der Mehrpreis für den grünen Stahl aus Gerlafingen für ein Einfamilienhaus gegenüber Drecksstahl aus dem Ausland soll bei knapp Fr. 1000 liegen. Auf dem Werksgelände gibt es überraschenderweise viele Bienenstöcke. Vorbei am Bahnhof Gerlafingen erreichten wir das Café Felber, wo wir unsere Wanderung bei einem Getränk (gespendet von der Seniorenkommission) und einer süssen Verführung ausklingen liessen.
Herzlichen Dank für den schönen Nachmittag an die Mitwandernden Barbara Aeschbacher, Brigitte Hasler, Bruno Meyer, Hansruedi Schenk, Kurt Mägli, Lotti Thomi, Margrit Meier, Urs Grolimund.
Reinhard Hasler, Wanderleiter
Fr 13. März 2026
145. GV der Sektion Oberaargau
Sa 31. Jan. 2026
Skitouren im Schächental
Zwei aufeinanderfolgende Jahre musste das Weekend im Schächental abgesagt werden. Nun konnte es doch stattfinden. Am Mittwoch hat der Wetterbericht noch bedeckten Himmel vorausgesagt, doch am Samstag empfingen uns nach dem Seelisbergtunnel blauer Himmel und nordseitig verschneite Urnerberge. Am Samstag stiegen wir via Alp Brunni ins Griesstal auf mit Ziel Seewligrat. Ab Brunni lag eine schöne Schicht Pulverschnee auf einer harten Unterlage. Doch in der Höhe hatte der Föhn gehobelt. So zeigten sich die Hänge in Richtung Seewligrat stark steindurchsetzt und wenig einladend für die Abfahrt. So zogen wir unsere Spur im Südhang in Richtung Sittliser bis unter das Felsband hoch und konnten so im schattigen Griesstal doch noch ein paar Momente Sonnenschein tanken. Die Abfahrt nach Brunni runter war erstaunlich gut. Auf dem Schlittelweg und der Langlaufpiste konnten wir anschliessend bis nach Unterschächen runtergleiten. Den Abend verbrachten wir jassend im Hotel Alpina.
Am Sonntag stiegen wir via die Alpen von Lammerbach zur Wäspe hoch. An einem der Vortage sind eine Gruppe Fussgänger den Wanderweg hochgewandert. Was für ein Chrampf im bisweilen mehr als knietiefen Schnee. Leider war zu unserem Leidwesen auch die Aufstiegsspur komlett zertrampelt. Ab Alp Unterlammerbach zeigte sich der Schneemangel auf den südexponierten Flanken und Rücken. Viele Steine waren nur leicht überpudert. Eine Abfahrt auf der Aufstiegsspur verhiess nichts Gutes. Zum Glück stellten wir am Gipfel fest, dass die nordseitige Abfahrt sich gut präsentierte und die Hänge bereits von einer Aufstiegs- und einem halben Dutzend Abfahrtsspuren gezeichnet waren. So genossen wir eine prima Abfahrt in 25-30 cm Pulver bis runter auf die Alp Egghütte. Hier hiess es anfellen und die Traverse zur Alpsiedlung Wandelen hinter uns bringen. Mit dem Buurebähnli ging es anschliessend pflegeleicht runter nach Unterschächen.
Teilnehmer: Adrian, André, Martin und Guggi
Fr 23. Jan. 2026
Schneeschuhtour Melchsee-Frutt
Tourenbericht Schneeschuhtour Melchsee-Frutt
Am Freitag, 23. Januar 2026 trafen sich 7 Mitglieder des SAC Oberaargau bei schönstem Wetter an der Talstation Stöckalp zum obligaten Startkaffee. Danach ging es gemütlich mit den Gondelis hoch auf die Frutt. Von der Bergstation bis zum Distelboden konnten wir auf dem Winterwanderweg noch ohne Schneeschuhe laufen, danach hiess es definitiv Schneeschuhe anschnallen. Nach einem langen und ruppigen Anstieg konnten wir auf der Erzegg beim Gipfelkreuz eine Zwischenverpflegung einnehmen. Leider machte hier beim Halt das Wetter zu und es wurde ein bisschen ungemütlich. Nach dem Abstieg zur Tannalp durften wir dann aber einen feinen Kaffee oder Tee wieder bei schönstem Sonnenschein geniessen. Danach ging es nochmals bergauf zum Bonistock. Hansruedi und Toni wählten eine einfachere Route ohne Bonistock bis zur Bergstation, doch die andern fünf SAC-ler bewältigten ohne Mühe den steilen Aufstieg zum Bonistock. Fast gleichzeitig trafen wir uns dann wieder an der Bergstation und fuhren gemeinsam hinunter zur Stöckalp, wo es noch einen Abschiedstrunk gab. Zufrieden nach einer schönen Schneeschuhtour machten wir uns dann auf den Heimweg. Besten Dank an Thomas für die tolle Tour und die perfekte Organisation. Tourendetails: Auf-/Abstieg 450 Hm, Distanz 12 Km, Dauer 5 ½ Std.
Teilnehmer: Elisabeth und Urs Herzig, Sidonia und Peter Schmid, Hansruedi Ruchti, Thomas Brunner (TL), Toni Schmid (TL-Stv.)
Toni
Do 8. Jan. 2026
Eröffnungstour Oberdörfer
Nach den eisigen, vergangenen Frosttagen mit Schnee bis in die Niederungen und zeitweiligem Sonnenschein war für heute eher Tauwetter angesagt: zuerst noch etwas Schneefall und dann Regen bis auf 1500 m.
Was hatte Kari vor einem Jahr auf eine der Tourenbericht-Fotos geschrieben? – «auf wiedersehn, es war so schön…. nass!»
Bei der Hinfahrt räumte ein direkt vor uns fahrender Schneepflug von Welschenrohr bis nach Gänsbrunnen die Kantonshauptstrasse.
Trotz der sehr unsicheren Wetterprognose nahmen total 22 frohgelaunte SAC-Kameradinnen und Kameraden die diesjährige Eröffnungstour (gleichzeitig DoWa 455) auf den Oberdörfer unter die Füsse. Für eine Schneeschuh- oder gar eine Skitour hatte es zu wenig Schnee.
Beim Ausgangspunkt in Gänsbrunnen besammelten sich 18 Teilnehmende zur Langwanderung. Vreni G. war heute extra dafür aus Thun angereist; bravo Vreni. Nach der Begrüssung durch Reinhard (TL Langwanderer) starteten wir um 09:15 Uhr auf dem Themenweg «Husis Reise» bei knapp unter 0° C auf schneebedeckten Wegen in Richtung Subigerberg. Der Weg durch den schönen Wald bei ganz leichtem Schneefall genossen wir. Vorbei am Subigerberg mit der Vogelberingungsstation und dem Quellgebiet des Bantlibachs stapften wir auf dem verschneiten, windverwehten Strässchen bei Gegenwind zum Subigerberg, wo wir im Restaurant eine willkommene Kaffeepause verbrachten. Das Restaurant liegt auf der Sprachgrenze: ein Verkehrsschild mit dem Schweizer- und dem Solothurnerwappen und der Bezeichnung «LABINZ» weist darauf hin. Willst du ab hier weiter westwärts Richtung Court gehen, tu dois parler français, parce que tu as traverser le Röschtigraben. Margrit B. (kürzlich zum 2. Mal Grossmutter geworden) und Susanne (kürzlich Geburtstag gehabt) spendeten die Kaffeerunde inkl. den Gipfeli. Herzlichen Dank den Beiden und alles Gute!
Um 11:11 Uhr ging es weiter (der Wind blies jetzt von hinten); durch den schönen Oberdörferwald mit seinen geraden Buchenstämmen hoch in Richtung Oberdörfer. Auch dieser Weg war angenehm zu begehen und nicht eisig. Praktisch gleichzeitig mit den vier Kurzwanderern (Toni: TL Kurzwanderer) kamen wir beim Bärgbeizli / Auberge Oberdörfer an (2 h reine Wanderzeit). Reinhard war froh, mit der grossen Langwanderer-Gruppe das Ziel ohne Regen erreicht zu haben.
Die Kurzwanderer starteten ebenfalls in Gänsbrunnen, und stiegen via den Sonnen- und Buchenweg, und dann in westlicher Richtung via die Oberdörfer Weide zum Oberdörfer hoch.
Rein in die warme Stube! Die sehr netten Wirtsleute, Daniela Napoleone und Jean-Charles Christe, verwöhnten uns mit einem äusserst schmackhaften Fondue (Alternative: Älplermagronen). Hier oben isst man Fondue – semaine sans fondue, semaine perdue. Vorgängig gab es noch Nüsse. Im Spezialpreis von Fr. 23.- waren sogar noch «Gschwellti» und Tee à discrétion inbegriffen. Während wir drinnen gesellig zusammensassen, blies draussen der Wind und verwehte die Fahne, währenddem die Wolkendecke die Juragipfel berührte. Die via Seniorenkommission gespendete Kaffeerunde beendete den kulinarischen Teil; danke Toni (Senioren-Obmann).
Der gemeinsame Abstieg überraschte uns alle in dem Sinn positiv, dass es weiterhin trocken war und nicht regnete. Die Weiden waren ziemlich stark verblasen. Noch unter den Seilen des «Händschefrässer»-Skilifts hindurch, und schon waren wir beim Backi. Der Backiweg war mit Schnee bedeckt, welcher die darunter liegenden Wasserrinnen verdeckte, welche sehr «glitschig» waren. So ertönte es fortan x-mal: «Achtung, Rinne!» Gleichzeitig mit dem ersten Warnruf lag auch schon die erste Person am Boden, fein abgefedert durch den Rucksack. Genau nach einer Stunde Abstieg erreichten wir kurz vor 15:30 Uhr trocken und zufrieden unseren Ausgangspunkt.
Eine schöne Eröffnungstour 2026 durften wir gemeinsam erleben! Vielen Dank an alle für das schöne Zusammensein und an die Senioren-Kommission für die Organisation und die Durchführung - mit den besten Wünschen für viele tolle, gemeinsame Wanderungen im Jahr 2026.
Bemerkung: Kurz nach Beginn der Heimfahrt setzte der Regen ein. Danke Petrus!
Reinhard Hasler, Tourenleiter Langwanderung
Fotos von Brigitte, Margrit G., Reinhard
Do 4. Dez. 2025
Samichlausentour
(Auszug - der vollständige Bericht ist einsehbar unter:
www.sac-oberaargau.ch/sektion/Ortsgruppe Balsthal/DoWa)
Tourenbericht der Langwanderung (Bericht: Reinhard Hasler)
Pünktlich um 09:00 Uhr konnte Reinhard die 23 Langwanderer (16 DoWa’s und 7 Sektionsmitglieder beim Forsthaus Oberönz zur diesjährigen Samichlausentour begrüssen. Es lag zwar Hochnebel, aber wenigstens blieb es trocken bei Temperaturen im niedrigen, einstelligen Bereich. Die Wanderung verlief durchwegs auf guten Wegen und einigen Strassenabschnitten, oftmals durch waldiges Gebiet.
Der erste Abschnitt führte uns vom Forsthaus Oberönz in südlicher Richtung über die Hauptstrasse Bern – Zürich, und dann hinauf zur solothurnischen Exklave Steinhof, welche vollständig von Wald und dem Kanton Bern umschlossen ist. Im Dorfzentrum legten wir einen kurzen Halt ein. Dann ging es weiter zur Grossi Flue, dem grössten Findling im Mittelland: mit 1200 m3 und einem Gewicht von 3500 Tonnen wurde er vom Rhonegletscher aus dem Val de Bagne bei Marigny 180 km weit bis hierher transportiert. Daneben gibt es einen «Menhir», ein Mini-Matterhorn. Aus Angst, der Findling würde für den Eisenbahnbau zerstört, wurde die Grossi Flue 1869 von der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft erworben und unter Schutz gestellt. 1883 wurde der Schutz auf die ganze Gruppe ausgedehnt. Im Jahr 1905 führten diese Rettungsaktionen zur Gründung der Solothurner Naturschutzkommission – der ersten in der Schweiz. Dies gilt auch als Gründung des Solothurner Naturschutzes. Erst 1971 wurden alle Findlinge im Kanton Solothurn unter Schutz gestellt. – Noch auf dem Steinhof trafen wir auf eine Gruppe schwarzweisser, vom Aussterben bedrohter Pfauenziegen, eine typische Gebirgsziegenart. Einige der Tiere wurden gerade von den Bauersleuten zum Rest der Herde geführt und frassen genüsslich an Brombeerblättern und an frischen Tannentrieben im Wald.
Der zweite Abschnitt führte uns durch schönen Wald hinunter nach Seeberg und steil hinauf zur Kirche auf dem Seeberg mit der uralten Linde, wo wir den zweiten Halt einlegten. Die mehr als 500-jährige Linde mit einem Stammumfang von knapp neun Metern ist ein Wahrzeichen und wird im Volksmund «Reformationslinde» genannt. Bereits bei der Einführung des Christentums vor mehr als 1000 Jahren erklärte Karl der Grosse die Linde zum Baum der Liebe, des Glücks, der Schönheit und des Friedens. Die Seeberger Linde wird etwa alle 30 Jahre eingekürzt, was zu einem Wachstumsschub führt. – Der Eingang zur Kirche wurde bereits weihnächtlich dekoriert und der Kanon «Dona Nobis Pacem», gesungen von uns Wandernden, erfüllte den Kirchenraum feierlich. Am Grab von unserem ehemaligen Sektionsmitglied Sepp Bucher (1924 – 2019) gedachten einige von uns Sepp.
Im dritten Abschnitt kamen wir am Burgäschisee, dem Chlöpfimoos, dem Burghof und dem Burghölzli vorbei, kurz dem Seebach entlang, ehe wir Feldägerten und den Ausgangspunkt, das Forsthaus, um 12:10 Uhr erreichten. Die Teilnehmenden bedankten sich mit einem kräftigen Applaus.
Tourenbericht der Kurzwanderung (Bericht: Kurt Lehmann)
Pünktlich um 10 Uhr durften 10 Kurzwanderer der Samichlausentour den Weg in Richtung Burgäschisee antreten. Erste Schlüsselstelle war die Überquerung des Bächleins über einen etwas «schiefen» Metallrost. Kreuz und quer durchstreiften wir im Anschluss Wald und Wiese. Plötzlich standen wir vor einem Fahr- und Gehverbot infolge Holzschlags. Die Waldarbeiter unterbrachen kurz ihre Arbeit und erlaubten uns den Durchgang. Eine weitere Herausforderung für alle, da der Boden etwa 200 Meter lang von den schweren Fahrzeugen tief aufgerissen und matschig war. Wohlverdient haben wir so den anschliessenden «Kaffeehalt» im Seeblick genossen. Der Rückweg zum Forsthaus, auf dem guten Feld- und Fahrweg, erforderte keine nennenswerten Bemühungen mehr. – Danke den Teilnehmenden für ihr Verständnis und die ungetrübte Freude in guter Gemeinschaft.
Samichlausenfeier
Den Auftakt bildete ein feiner, reichhaltiger, schön dekorierter Apéro draussen um 12:15 Uhr. Die Fleisch- und Käseplatten verleiteten möglicherweise dazu, dass man in seinem Magen etwas zu wenig Platz für das anschliessende Essen liess. Ein Gläschen Weisswein, ein Glas Orangensaft oder doch lieber ein wärmender Tee; für jeden Geschmack war gesorgt. Auch Kathrins Speckzopf sowie das Brot schmeckten vorzüglich.
Um 13:00 Uhr ging’s zum Essen und somit in die ersehnte Wärme. Das Chlausenteam hatte alles prima vorbereitet: das erfahrene Küchenteam mit Margrit G., sowie Silvia und Fritz Bernhard zauberten einen feinen Salat zur Vorspeise und Hamme mit Härdöpfusalat zum Hauptgang. Wer mochte, konnte Nachschlag haben. Und Toni täschte den Anlass prima. Das erstmals besuchte Forsthaus Oberönz erwies sich mit der Küche, Toiletten und genügend Platz als sehr gute Lösung, auch dank guter Erreichbarkeit und vorhandenen Parkplätzen.
Plötzlich erschien unüberhörbar der Samichlaus und lobte die Küchenmannschaft für ihren tolle Arbeit, Annette und Ruedi Ramseier für das Zurverfügungstellen ihres Beamers an die OGB, Kurt Mägli – den Paparazzi, Max für treue Chauffeurdienste, Andy B. für seine über 300 DiWa- und neu auch noch DoWa-Leitungen. Weiter sprach er die Tatsache an, dass wir alle älter werden und hin und wieder die Wanderstöcke, den Rucksack oder die Mütze vergessen. Auch wir danken dem Samichlaus, dass er uns besuchte, die Ruten zu Hause liess und freuen uns auf das nächste Mal.
Zum Schluss des Anlasses gab es Kaffee in allen Varianten; der Kaffee avec fand regen Absatz. Die feinen Kuchen von unseren Meisterbäckerinnen schmeckten hervorragend. Ein herzliches Dankeschön an alle, welche zu diesem gelungenen Anlass etwas beitrugen.
Reinhard Hasler
Fotos von Brigitte und Reinhard
Sa 29. Nov. 2025
Jugend+ und Familien-Jahresabschluss in Waldhütte
Der kurzweilige Samstag hat allen fast 30 Teilnehmenden eine riesige Freude ins Gesicht gezaubert und wartete immer wieder mit neuen Überraschungen auf!
Nach dem geselligen Fondue-Essen gab’s ein Lotto, danach wurden Bilder und Eindrücke vom vergangenen JO-Jahr aufgezeigt und zum Schluss die “Spezialpreise” von den Touren dieses Jahres verliehen. Merci euch allen für’s Mitmachen.
So 9. Nov. 2025
Höhlentour Nidleloch
Höhlentour Nidlenloch
Tourenbericht Höhlentour Nidlenloch
Pünktlich um 09.00 versammelten sich, 17 Kinder und 7 Erwachsene, bei der Talstation der Weissenstein Godelstation in Oberdorf, für die bevorstehende Höhlentour im bekannten Nidlenloch auf dem Weissenstein.
Die Vorfreuden auf das bevorstehende Abenteuer, war allen Teilnehmern anzusehen. Mit grosser Motivation ging es mit den „Gondeli“ es auf den Hausberg des Kanton Solothurns. Von wo aus, sich dann die ganze Gruppe, Richtung „Hinterer Weissenstein“ aufmachte. Wo man nach ca. 40 Minuten mehr oder weniger geschlossen ankam.
Im Keller des Bergrestaurants „Hinterer Weissenstein“, wurden die „sauberen Kleider“ durch die „Arbeitskleider“ für die Tour ersetzt. Nach einem kurzen Aufstieg, waren wir dann endlich beim Höhleneinstieg, welcher mit einem Stahltor verschlossen war. Nach dem Dani das Stahltor geöffnet hatte, konnten wir das erste Mal einen Blick in die dunkle Höhle wagen.
Nach einer kurzen Instruktion von Dani, ging das Abenteuer Höhlentour dann los. Die ersten Meter hatten es gleich in sich, steil und rutschig ging es gleich an Ketten hinab. Nach dem nach kurzer Zeit alle die Eingangspassage überwunden hatten, konnte man das erste Mal kurz durchatmen, und die Faszination „Höhle“ in sich aufnehmen.
Nun ging es immer tiefer ins „Nidleloch“ hinein, von nun an wurde die Beweglichkeit von jedem einzelnen getestet. Rutsch, kriechen, klettern alles wurde die nächsten 5 Stunden von einem abverlangt. Das „Nidleloch“ bietet alles was man von einer Höhle erwartet, enge Gänge wo man durchkriechen muss, grosse Hallen wo man problemlos mit einer Gruppe von 24 Leuten Mittagessen kann, Passagen wo man hinunterrutschen muss.
Eine kleine Gruppe von kann Mutigen wagten sich noch durch eine ca. 5meter lange sehr sehr enge Passage, wo man sich wirklich durchwinden musste und nicht mehr sehr viel Platz zwischen Körper und Fels übrig war.
Nach 5 Stunden war dann das Abenteuer Höhle zu Ende und die ganze Gruppe versammelte sich beim Spielplatz des Bergrestaurants. Warum wir für die Tour „Arbeitskleider“ angezogen hatten, konnte man nun allen Teilnehmern ansehen. Einige der Teilnehmer waren sehr dreckig, das gehört aber dazu und zeigt den vollen Körpereinsatz.
Um sich nach der Tour wieder etwas aufzuwärmen, gab es zum Abschluss der Tour noch etwas im Raustaurant. Danach ging es bereits wieder Richtung Weissenstein, wo wir dann alle sehr zufrieden ins „Gondeli“ Richung Oberdorf stiegen.
Tourenbericht: Marco Nauer
Mi 1. Okt. 2025
Mieschflue 2154m
Einsame Wanderung hoch über dem Färmeltal zur Mieschflue. Diesem Tourentipp folgen sieben Bergler (innen) aus dem Oberaargau. Wir reisen ins Simmental nach Matten. Dort dominiert am Morgen der Hochnebel, jedoch über dem Färmeltal grüsst uns das Rothorn in der strahlenden Sonne. Es sollte ein Glanztag werden.
In gemächlichen, stetem Schritt gewinnen wir über einen steilen Waldweg rasch an Höhe. Nach einer kurzen Rast auf dem Dachboden führt uns bald ein schmaler, ausgesetzter Weg durch prächtigen Bergwald zur Abzweigung Allmi 1590m. Nochmals steil schlängelt sich der Weg hinauf zur Waldgrenze und weiter vorbei an der Alp Heuw Eggli zur gleichnamigen Passhöhe 2074m. Entgegen meiner Erwartung ist der folgende Pfad zum Gipfel schneefrei und gut begehbar. Wenige Nebelbänke verhindern auf dem Pik eine Rundumsicht; lassen uns aber die Freude nicht eintrüben. Hier begegnet uns der erste und einzige Bergler auf der ganzen Tour!
Zurück auf der Passhöhe wählen wir den Abstieg Richtung Blankenburg. Am Fusse des Gandhore halten wir Mittagsrast. Der Wind frischt auf und weiter steigen wir über Alpweiden und herbstlich, müstische Waldpartien ab. Nach sieben Stunden erreichen wir müde und zufrieden Blankenburg und reisen bereichert wieder nach Hause.
Herzlichen Dank an alle für das gute Gelingen dieser Tour.
Teilnehmer: Annelies, Heidi, Hedi, Barbara, Fred, Marcel, TL und Bericht: Viktor
Sa 20. Sept. 2025
Sparrhoru (30x3000)
Spontan hat sich unsere Tourenleiterin Heidi entschieden, die Tour vom Juli nachzuholen. Schliesslich sollen die 30x3000 erreicht werden. Ihrem Aufruf sind sieben Mitglieder gefolgt. So konnten wir bei schönem Wetter von Belalp zum Sparrhoru aufsteigen.
Beim Tyndalldenkmal gab es einen kurzen historischen Rückblick. Anschliessend wandern wir weiter dem Ziel entgegen. Auf dem Sparrhoru durften wir einen wunderschönen Rundblick geniessen. Etwas erschreckend ist der Rückgang der Gletscher deutlich zu erkennen. Der Oberaletschgletscher wie auch der Aletschgletscher haben sich stark zurückgezogen.
Nach einer langen Mittagspause bei schönstem Wetter auf dem Gipfel geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt. Leider hat das Hotel Belalp eine geschlossene Gesellschaft, so kommen wir erst bei der Gondelstation zu einem Kaffee.
Ein Dankeschön an unsere Tourenleiterin Heidi
Teilnehmer: Alfred, Erich, Heidi, Jean-Paul, Ruth, Peter, Ursula
Mi 17. Sept. 2025
Klettern im Alpstein
„Klettern im Alpstein“ im festen, griffigen Fels in wunderschöner Umgebung hiess es in der Ausschreibung. Diesem Angebot folgten Annelies, Fred und ich als TL und reisten in die Ostschweiz nach Wildhaus. Von der Gamplüt, die wir mit der Gondel erreichen, starten wir vollbepackt bei eitel Sonnenschein zum rund 2 stündigen Aufstieg zur Zwinglipasshütte.
Zum Aufwärmen klettern wir am Nachmittag einige SL im nahegelegenen Klettergarten. Allerdings weht ein eisiger Wind und lässt uns so auskühlen, dass wir fröstelnd zum Nachtessen erscheinen… Die Hüttencraw versorgte uns freundlich und umsichtig. So war der Aufenthalt sehr angenehm.
Bei strahlendem Wetter wanderten wir am nächsten Morgen über den Chreialpfirst zum Einstieg der Rosakante (benannt nach einer Serviertochter namens Rosa von der Bollenwees).
Die luftige Kletterei über 5 SL im griffigen, tadellosen Schrattenkalk erfreute uns sehr. Spärlich sind die Haken gesetzt und es ist ratsam die Route zusätzlich mobil abzusichern. Der Abstieg (4x 40m abseilen) konfrontierte uns mit dem Alptraum , wenn sich die Seile beim ausziehen verklemmen. Zum Glück gelingt es mir 10m aufzusteigen um das Problem zu lösen. Erleichtert erreichen wir bald den Ausstieg. Der Abstieg zieht sich in die Länge und nach 2 Stunden treten wir müde in die Hundsteinhütte ein.
Gut versorgt und erholt vom Vortag steigen wir am Morgen bei zunehmender Wärme zum Sektor „Neu-neu“ am Mittelgipfel der Widderalpstöck auf. Nach ein paar SL Plattenkletterei beugen wir uns der Hitze und fühlen uns gesättigt. Gemütlich steigen wir via Hütte – Stiefel – Sämtisersee nach Brülisau ab und treten die Heimreise an.
Vielen Dank an Annelies und Fred für das gute Gelingen.
Bericht: Viktor TL / Fotos: Annelies
