Alle Touren des SAC Oberaargau
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Sonnenscheinskitouren
An schönen Wintertagen bei guten Verhältnissen finden die organisierten Sonnenscheinskitouren statt.
Tourenberichte mit Fotos und Videos
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Unsere Tourenberichte findet ihr mit Klick auf das Iconoder unter Bilder und Berichte.

Daniel Freudiger, Jugendchef
daniel.freudiger@bluewin.ch
032 633 01 69
Marco Nauer, Kursleiter J+S
nauer1981@gmail.com
Alpenhauptkamm Süd Teil 1 Mattmark - Cervinia (Rifugio Barmasse) 14. August
Zu viert starten wir am Donnerstag Nachmittag auf der Mattmarkstaumauer in Richtung Süden, dem Monte Moro Pass. Die Schauerwolken sind uns dicht auf den Fersen, doch wir erreichen das rettende Hüttendoch des Rifugio Oberto Maroli, bevor die ersten Tropfen aufs Blechdach trommeln. Sicher hat die Madonna mit dem 8 Sternen auf dem Pass den Regen aufgehalten.
Am Freitag Morgen präsentiert sich die wuchtige Ostwand des Monte Rosa im Licht der aufgehenden Sonne. Mit der Seilbahn fahren wir nach Macunagna runter und sparen uns den Abstieg zu Fuss. Der Weg über den Passo del Trulo nach Alagna ist lang genug. Während dem 1. Weltkrieg von den Alpini als Maultierweg gebaut, ist der Pfad immer noch gut erhalten und erleichtert das Vorwärtskommen. Aber die Sommertemperaturen lassen den Schweiss in Strömen fliessen. Müde kommen wir im Rifugio Pastore an und geniessen das Znacht und die weichen Betten der schmucken CAI Unterkunft.
Der Samstag Morgen beginnt wieder mit einem Abstieg, doch diesmal talaus nach Alagna, bevor wir Richtung Westen nach Peccia abbiegen. Die ganze Region wurde früher von den Valsern besiedelt. Baustil und Geländebezeichnungen sind Zeitzeugen jener Zeit. Ein eindrücklicher Höhenweg von Walser-Weiler zu Weiler bringt uns zum Talschluss. Die Brunnen sind mit Suppenkellen ausgerüstet, damit die durstigen Wanderer das Quellwasser einfach schöpfen können. Der folgende Aufstieg zu Ospizio Sottile, vorbei am Bergsee Lago della Balma ist steil. Auf dem höchsten Punkt verlassen wir das Piemont und betreten die Provinz Aostatal. Der Abstieg nach Gressoney ist steil, dafür nicht allzu lang. Ein Bus bringt uns hoch ins Tal nach Gressoney Trinité, unserem Etappenziel.
Am Sonntag treffen wir im Aufstieg auf den Via Alta N° 1, der deckungsgleich mit dem Sentiero Itailano südlich des Hauptkamms bis nach Courmayeur verläuft. Der Aufstieg ist erneut steil und schweisstreibend. Vom Col Pinter aus dem Übergang nach Saint Jaques steigen Ursina und ich zum Monte Pinter hoch, um ein weiteres Mal den 30x3000m Banner aufzuspannen. Im Abstieg zur Alpe Ostafa müssen wir beim Lago Pinter einen Badehalt einlegen. Zum ersten Mal auf der Tour kommt das Matterhorn ins Blickfeld. Ab der Alpe Ostafa gönnen wir und sie Talfahrt mit der Gondelbahn. Der morgige Tag wird wieder streng.
Cervina heisst am Montag das Ziel für Jean-Pierre und Ursina – respektive die Bergbahnen, die zurück in die Schweiz führen. Doch zuerst müssen wir südlich des Zermatter Breithorns bis auf 3000 m aufsteigen um in die Geländekammer von Valtournenche zu gelangen. Inmitten einer 1000 köpfigen Schaf- und Ziegenherde am Gran Lago machen wir Mittagsrast, bevor wir den höchsten Punkt erreichen. Von einem Schritt zum anderen befinden wir uns im Skigebiet mit seinen planierten Pisten und Transportinstallationen. Wir wandern runter zur grossen Mittelstation Plan Maison. Dort verabschieden sich Jean-Pierre und Ursina in Richtung Schweiz, während Jürg und Ursula mit der Gondel nach Cervinia runter fahren.
Ein komplett überfüllter Linienbus bringt uns nach Valtournenche runter. Zum Dessert folgen nun noch gut 600 Höhenmeter Aufstieg ins Rifugio Barmasse am Stausee Cignana. Die Nacht in den schwankenden Doppelstockbetten in einem Schlag mit vier Profischnarchlern ist wenig erbaulich.

